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Bitte beachten: Bildungsscheck NRW: Neue Förderrichtlinien - neue Zielgruppen!

Bildungsprämie des Bundes: Informationen dazu: www.bildungspraemie.info

 

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Letzte Änderung
20.07.2017, 16:31 Login

Arbeitsschwerpunkte

Arbeitsmarktpolitik, berufliche Bildung und Sozialpolitik stehen im Zentrum unserer Forschungsarbeiten. In diesen Handlungsfeldern bewegen wir uns schon seit vielen Jahren. Fundierte Feld- und Fachkenntnis bilden bei uns somit die solide Grundlage für innovative Forschungs- und Evaluationsvorhaben.

Wir bearbeiten unterschiedliche Aufgaben:

Folgende Themen sind inhaltliche Schwerpunkte unserer Arbeit:

 

Berufliche Integrationsförderung

Ein besonderer Schwerpunkt unserer Arbeit gilt der beruflichen Integrationsförderung, einschließlich der Jugendberufshilfe und Jugendsozialarbeit. Ziel der beruflichen Integrationsförderung ist es, Jugendlichen und jungen Menschen mit schlechten Startchancen zu einer Ausbildung und schließlich zur Integration in den Arbeitsmarkt zu verhelfen. Berufsvorbereitung, ausbildungsbegleitende Hilfen, außerbetriebliche Berufsausbildung, Bildungsbegleitung und Beschäftigungsförderung sind die wesentlichen Instrumente.

Die veränderte Situation der öffentlichen Haushalte, ein drohender Fachkräftemangel ab 2015, hohe Abbrecherquoten in den Maßnahmen und Probleme an der zweiten Schwelle haben insgesamt zu einer Neuorientierung in der beruflichen Integrationsförderung geführt. Wegweisend waren auch die Beschlüsse der Arbeitsgruppe "Aus- und Weiterbildung" des Bündnisses für Arbeit, Ausbildung und Wettbewerbsfähigkeit vom 6. Oktober 1999, die weitreichende Empfehlungen zur engeren Verknüpfung von schulischer, außerschulischer und betrieblicher Ausbildungsvorbereitung und Berufsausbildung enthalten. Auch die Umsetzung der Hartz-Gesetze zur Arbeitsmarktreform erfordern eine Neuorientierung und neue Ansätze der Unterstützung von Problemgruppen des Arbeitsmarkts.

Grob vereinfachend gesagt zielt die Neuorientierung in der beruflichen Integrationsförderung auf Redualisierung, also auf eine Weiterentwicklung des dualen Modells beruflicher Ausbildung samt dazu notwendiger neuer Instrumente (kooperative Ausbildung, Qualifizierungsbausteine, Einstiegsqualifizierung) einerseits und auf Individualisierung (Kompetenzfeststellung, zeitliche Flexibilisierung, Bildungsbegleitung, Selbstlernkompetenz) andererseits. Mit der Umsetzung dieser Zielvorgaben sind für alle arbeitsmarktpolitischen Akteure vor Ort vielfältige Herausforderungen verbunden. Zu welchen Ergebnissen - Erfolgen und Irrwegen - die neuen Ansätze und Instrumente führen, kann nur durch systematische Evaluation festgestellt werden. Wir unterstützen unsere Kooperationspartner bei der Umsetzung innovativer Projekte und Vorhaben durch eine innovative, handlungsorientierte wissenschaftliche Begleitung, Evaluation und Fortbildung.

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Lebenslanges Lernen und die berufliche Bildung Älterer

Der wirtschaftliche Strukturwandel verändert die Anforderungen an berufliche Kompetenzen und die Entwicklungsbereitschaft des Einzelnen grundlegend. Der demographische Wandel führt in wenigen Jahren zu einem erhöhten Fachkräftebedarf. Um diesen Herausforderungen gerecht zu werden, muss vor allem die Beschäftigungsfähigkeit älterer Mitarbeiter erhalten werden. Nicht eine frühzeitige Ausgliederung aus dem Betrieb, etwa durch Altersteilzeitangebote und Frühverrentung, ist angesagt, sondern Strategien, die Leistungsfähigkeit der älteren Mitarbeiter zu erhalten - es geht um erfolgreiches Altern im Betrieb.

Dazu gibt es Vorgaben auf höchster politischer Ebene: Der Europäische Rat hat 2001 in Stockholm beschlossen, dass bis 2010 die Hälfte der EU-Bevölkerung in der Altersgruppe von 55 bis 64 Jahren erwerbstätig sein soll. Ein Jahr später kam in Barcelona der Beschluss hinzu, dass "angestrebt werden [sollte], dass das tatsächliche Durchschnittsalter bei Beendigung des Arbeitslebens in der Europäischen Union bis 2010 allmählich um etwa fünf Jahre ansteigt". In Deutschland mehren sich Initiativen, die eine längere berufliche und betriebliche Einbindung älterer Menschen erreichen wollen. Dazu zählen die Initiative Neue Qualität der Arbeit (inqa), der Fünfte Altenbericht der Bundesregierung, sowie Fachtagungen, Projekte und Modellversuche zu diesem Thema.

Für ein erfolgreiches Altern im Betrieb braucht es - neben verstärkter Gesundheitsprävention und angepassten Arbeitsmodellen - vor allem eine zielgruppengerechte, frühzeitig ansetzende Personalentwicklung einschließlich der Fort- und Weiterbildung älterer Arbeitnehmer. Eine Reihe von Studien zeigen, dass hier bei den Betrieben, vor allem bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) enorm viel Nachholbedarf besteht.

Wir unterstützen die Verantwortlichen in Betrieben, Verbänden, Kommunen und Behörden durch Forschung, Begleitung und Evaluation dabei, frühzeitig passgenaue Konzepte und Angebote zur Unterstützung älterer Arbeitnehmer zu entwickeln und umzusetzen.

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Berufsorientierung und Berufsvorbereitung in Schulen

Demographischer Wandel und tief greifende Veränderungen in der Arbeitswelt treffen auch die junge Generation. Ihre Potenziale müssen besser als bisher genutzt werden, damit die gesellschaftliche und individuelle Wohlfahrt in Deutschland auch in der Zukunft erhalten werden kann. Um diesen Wandel aktiv zu bewältigen, sind insbesondere auch die Schulen gefordert.

Die Schule soll besser als bisher auf die Arbeitswelt und das Erwerbsleben vorbereiten. Dies ist der Ausgangspunkt einer Reihe von Initiativen, Programmen und Projekten in Bund, Ländern und Kommunen. Ziel ist es, Berufsorientierung an den Schulen systematisch zu verankern. Nicht zuletzt sollen Schülerinnen und Schüler bestimmter Schultypen (Hauptschulen, Realschulen, Gesamtschulen) bei der Berufswahl und bei der Vorbereitung auf eine berufliche Ausbildung besser als bisher unterstützt werden. Im Zentrum steht der Übergang in Arbeit und Beruf, der deutlich verbessert werden soll. Dies kann nur in einer stark ausgebauten Kooperation mit Betrieben, Arbeitsagenturen, Sozial- und Jugendhilfeträgern, Kammern und Bildungsträgern in Netzwerken und Verbünden gelingen.

Welche Instrumente und Wege sind viel versprechend? Wie sehen Ergebnisse und Erfolge aus? Wohin führen Berufswahlpass, Projektwochen, Betriebspraktika, Schülerfirmen, Kooperationsverbünde, Mentorensysteme, interaktive Planspiele, Transferagenturen, neue Unterrichtsmaterialien und vieles andere mehr? Die Vielzahl der Initiativen und Ansätze hat auch zu einer Unübersichtlichkeit in diesem Handlungsfeld geführt. Es ist kaum überschaubar, welche Ansätze erfolgreich sind und warum.

Wir unterstützen Schulen und Betriebe, Arbeitsagenturen, Kammern sowie Jugendhilfe- und Bildungsträger durch Begleitung und Evaluation dabei, eine bessere Übersicht über aktuelle Entwicklungen zu bekommen, Erfolg versprechende Ansätze auf den Weg zu bringen und durch die vergleichende Überprüfung verschiedener Ansätze der Berufsorientierung noch besser zu werden.

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