HS-023-13

Aggressionen abbauen, bewältigen, in positive Bahnen lenken
„Denn Aggression ist gut, es kommt darauf an, was man damit macht." (Jens Weitner)

Viele, die in der Integrationsförderung arbeiten, beobachten eine Zunahme an aggressivem Verhalten bei den Maßnahmeteilnehmenden. Schaut man hinter dieses Verhalten, ist dieses oft Ausdruck von Überforderung und Versagensängsten. Durch aggressives Verhalten kann der angestaute Frust abgebaut werden oder die Aggression wird eingesetzt, um dahinter liegende Ängste zu verbergen.

Je nachdem, in welchen Systemen sich der Maßnahmeteilnehmende bisher bewegte, hat sich das aggressive Verhalten als „nützlich" erwiesen. Die Nachteile sind häufig nicht bewusst. Die Notwendigkeit, das Verhalten zu ändern, ist oft nicht einsichtig.

Positiv betrachtet, stecken hinter Aggressionen eine Menge Energie und Potentiale, die sinnvoll eingesetzt, Möglichkeiten eröffnen im Sinne von Selbstbehauptung und Selbstbewusstsein. Dafür fehlt Maßnahmeteilnehmenden jedoch oft ein „Alternativprogramm" zum bisherigen Verhalten.

Ziel des Seminars ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, sowohl im Maßnahmealltag und der Beratung als auch insbesondere durch ergänzende Angebote den Maßnahmeteilnehmenden Lernfelder zu bieten, ihre Aggressionen abzubauen, zu bewältigen und konstruktiv zu nutzen. Neben vielen praktischen Übungen gibt es auch eine Einheit, eigene Aggressionen gezielt einzusetzen.

Themenschwerpunkte:

Methoden:
Theorieinput, Gruppenarbeit, Erfahrungsaustausch, Fallarbeit, „Ringen, Rangeln, Raufen" vertrauensbildende Übungen, Übungen Weng Chun

Besonderheit:
Bitte bequeme Kleidung mitbringen.

Zielgruppe:
Fachkräfte aus der beruflichen Integrationsförderung und aus anderen Feldern pädagogischen Handelns